In letzter Zeit ist ein regelrechter Hype um die Teezubereitungstechniken der Song-Dynastie entstanden. Dieser Trend ist vor allem der lebendigen Darstellung des eleganten Lebens in Film und Fernsehen zu verdanken. Man stelle sich nur die exquisiten Teesets, die aufwendigen Zubereitungsschritte und insbesondere den schneeweißen Teeschaum vor – wahrlich faszinierend! Bei der Teezubereitung spielt ein scheinbar unscheinbares, aber entscheidendes Werkzeug eine zentrale Rolle: der Teebesen. Er ist wie der „Zauberstab“ des Teemeisters und entscheidet darüber, ob der zarte und dichte Teeschaum, mit dem man malen kann, gelingt. Ohne ihn ist die Kunst der Teezubereitung undenkbar.
DerTeebesenDies ist kein gewöhnlicher Schneebesen. Er besteht aus einer fein gespaltenen, alten Bambuswurzel, deren viele robuste und elastische Bambusstränge dicht zu einer zylindrischen Form angeordnet sind. Seine besondere Struktur zeichnet sich dadurch aus, dass der obere Teil fest mit Seidenfaden oder Stoffstreifen verschnürt und fixiert ist, während sich der untere Teil zu einer schönen Trompetenform ausbreitet. Ein guter Teebesen hat feine und gleichmäßige Bambusstränge, die elastisch sind und sich angenehm in der Hand anfühlen. Unterschätzen Sie diese Konstruktion nicht, denn es sind diese dichten Bambusstränge, die beim schnellen Aufschlagen des Tees die Luft kraftvoll und gleichmäßig verwirbeln und so den typischen Schaum erzeugen. Bei der Wahl eines Teebesens sind die Dichte und Elastizität der Bambusstränge entscheidend. Zu wenige oder zu weiche Bambusstränge eignen sich nicht zur Teezubereitung.
Bevor Sie Tee zubereiten, ist eine gute Vorbereitung wichtig. Geben Sie zunächst eine angemessene Menge fein gemahlenen Teepulvers in eine vorgewärmte Teetasse. Gießen Sie dann mit einer Teekanne etwas heißes Wasser (ca. 75–85 °C) in die Tasse – gerade so viel, dass das Teepulver bedeckt ist. Rühren Sie nun mit einem Teebesen vorsichtig in kreisenden Bewegungen am Tassenrand, um das Teepulver mit dem Wasser zu einer gleichmäßigen, dicken Paste zu verrühren. Dieser Schritt wird als „Paste verrühren“ bezeichnet. Achten Sie darauf, nicht zu viel Wasser zu verwenden, und die Paste sollte glatt und körnig sein.
Nachdem die Paste zubereitet ist, kommt nun der eigentliche Kernteil derMatcha-BesenUm seine Fähigkeiten zu demonstrieren, schlagen Sie den Teebesen. Gießen Sie weiterhin heißes Wasser aus der Teekanne in die Tasse, bis diese etwa zu einem Viertel bis einem Drittel gefüllt ist. Halten Sie den Griff des Besens fest, üben Sie Druck auf Ihr Handgelenk aus und schlagen Sie den Tee kräftig an der Innenwand der Tasse entlang, indem Sie ihn schnell hin und her bewegen (ähnlich wie beim schnellen Schreiben der Schriftzeichen „一“ oder „十“). Die Bewegung sollte schnell, ausgiebig und kräftig sein, damit der Bambusdraht des Besens den Tee gut durchmischt und Luft einarbeitet. Sie hören ein klares und kräftiges „刷刷刷“, und große Blasen bilden sich an der Oberfläche des Tees. Während Sie weiter schlagen, werden die Blasen allmählich kleiner. Gießen Sie nun in mehreren kleinen Portionen heißes Wasser nach und wiederholen Sie nach jeder Zugabe die eben beschriebene kräftige Schlagbewegung. Jedes Mal, wenn man Wasser hinzufügt und schlägt, wird die Luft sanfter in den Tee eingearbeitet, wodurch die Schaumschicht dicker, weißer, feiner und fester wird. Der gesamte Vorgang dauert einige Minuten, bis sich der Schaum wie „Schnee“ bildet, zart und weiß ist, dicht an der Tassenwand haftet und sich nicht so leicht auflöst. Dann gilt der Vorgang als gelungen.
Nach der Teezubereitung ist die richtige Pflege des Teebesens ebenso wichtig. Er besteht aus Bambus und verträgt keine längere Feuchtigkeit. Spülen Sie ihn nach Gebrauch sofort gründlich unter fließendem Wasser ab, insbesondere die Teereste zwischen den Bambusfasern. Achten Sie beim Spülen auf die Faserrichtung und bewegen Sie den Besen vorsichtig, um ein Verbiegen oder Beschädigen der Fasern zu vermeiden. Tupfen Sie den Besen anschließend mit einem sauberen, weichen Tuch ab, drehen Sie ihn um (Griff nach unten, Bambusfasern nach oben) und lassen Sie ihn an einem kühlen, gut belüfteten Ort trocknen. Vermeiden Sie direkte Sonneneinstrahlung und Backen, da der Bambus sonst reißen und sich verformen kann. Nach dem vollständigen Trocknen kann der Besen in einem trockenen und sauberen Behälter aufbewahrt werden. Bei sorgfältiger Pflege wird Ihnen Ihr Teebesen lange Freude bereiten.
Veröffentlichungsdatum: 21. Juli 2025







